
THEATERPÄDAGOGIK ist die BRÜCKE zum HANDELN
In einer komplexen, dynamischen Welt erscheint es mir oft hilfreich, Begriffe zu klären und in ein stimmiges Verhältnis zu bringen. In vielen Hinsichten reicht es meiner Erfahrung nach nicht, dies einmal zu tun, sondern wir leben uns als Menschen ständig in Dinge hinein und aus Dingen hinaus; es gilt also, sich die wichtigsten Orientierungen so oft vor Augen zu halten, bis man Eins mit ihnen wird, denkend und handelnd.
Diese Differenzierung geschah nicht aus eigenen Bedürfnissen; sondern im Kontext einer Durchführung und konzeptionellen Rechtfertigung eines Demokratie-Projekts vor einigen Jahren; und was heißt konzeptionell? – Im Grunde ging es um die Rechtfertigung einer integren demokratischen Herangehensweise und damit eines ganzen Berufsstandes, der leider zu wenig verbreitet ist, und für den kein ausgereifter Markt existiert, wie z.B. für Heizungsinstallateure, Professoren oder andere. Die „Richtigen“ müssen sich noch oder immer neu finden und dabei ihre gemeinsame Verantwortung im Bildungsbereich vor Missverständnissen, propagandistischer Ausbeutung und Unterdrückung schützen.
Ich kann nur sagen, man braucht sich hier mit nichts weiter auseinander zu setzen, wenn es um Auftragstheater geht, bei dem alles von vornherein auf eine bestimmte Erwartung hin festgelegt ist. Hier werden dynamische Entwicklungs- und Emanzipationsprozesse ermöglicht.
Wenn dagegen eine Obrigkeit bestimmen will, was die Betroffenen zu denken und zu sagen haben, handelt man sich zuverlässig Konflikte und Widerstände statt Entwicklung ein. Theater kann Diktatur und Dominanz oder demokratische Befreiung sein, aber nicht beides zugleich. Und kulturelle Muster wechselt man nicht wie Kleider – sie beruhen auf Generationen. Kultur erfindet man immer wieder neu, indem man weiter wächst – man gestaltet sie, oder wird von ihr mit gestaltet.

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