
„Kulturelle Bildung“ begreift im Sinne dieses funktional orientierten Ansatzes bestimmte Verhaltensweisen, Fähigkeiten, Strukturen und Prozesse im (sozialen) Interaktionsraum. Man kann von“sozialem Kapital“ sprechen, das als Grundlage für alle weiteren gesellschaftlichen Entwicklungen gilt.
Angebote der Kulturellen Bildung können mit effektiven Impulsen unterschiedliche Zielsetzungen unterstützen.
InterAct aktiviert und entfaltet Individuen in sozialen (Inter)Aktionsräumen. Theater- und medienpädagogische Techniken kommen zur Anwendung, um unterschiedlichen Potentialen frühzeitige, effektive und nachhaltige Entwicklungschancen zu geben.
Theaterpädagogische Techniken bieten einen umfassenden und gleichzeitig geschützten Raum des Handelns und Verhaltens. Sämtliche anderen kreativen Disziplinen oder sonstige Interessen sind hier anschlussfähig. Alle können alle unterstützen. Dieser freie Raum, in dem etwas zusammen erreicht, dargestellt und reflektiert werden kann, ermöglicht ganzheitliche Lernprozesse. Die Arbeit richtet sich stets nach den Bedürfnissen und Grenzen der Beteiligten.
Entscheidend ist für diese Workshops und Projekte eine poststrukturalistische Perspektive, die den Dingen keine einfachen Muster aufpfropft. >>InterAct<< setzt Offenheit für Heterogenität und Multiperspektivität voraus. Eine pauschale Auseinandersetzung mit Kunst, bei der die Persönlichkeit sich schon irgendwie entwickeln wird, greift hier zu kurz. Die erfolgreiche Entwicklung eines Menschen beruht auf vielen weiteren kognitiven, motorischen, sozialen, psychologischen und sonstigen Faktoren – über die nicht nur nicht hinwegzusehen ist, sondern die auch und gerade im kreativen Prozess funktional präzisiert und differenziert werden müssen.

Beschreiben Sie mir gerne Ihre Perspektive(n). Ich freue mich davon zu erfahren!
